Pater Alfons ist im Lande

In einer E-Mail kündigt uns Pater Alfons Mitte Mai seine Reise in die Heimat an.
Inzwischen ist er wohlbehalten angekommen. Er schrieb:

"...Grüße von den BNg (Anm.: Bana Ngayime) - gestern war für sie ein Tag mit vielen Inhalten: Ausspannen, Ausfliegen, Schwimmen, den alten Ngayime in Urlaub schicken... Seit langem hatte mal wieder die Malaria angeklopft und ich musste mich ausklinken - zumal heute die Messe in der 18. Straße bei den Augustinern für die deutsch-sprechende Gemeinde auf dem Programm stand. So konnte ich gestern länger als sonst in der Waagerechten bleiben und war heute Morgen mit von der Partie, habe aber nur mit zelebriert. Der Augustiner-Pater wollte mich als Haupt-Zelebranten. Ich zog vor, nur die Präfation zu singen, weil ich die selbst komponiert habe. Die Gesänge waren top und Bob steigerte sich mit seiner Gitarren-Begleitung in die schönsten Akkorde. Am Ende der Messe waren dann auch wieder viele BNg in der Kapelle. Nach der Messe habe ich mich dann bald aus dem Staub gemacht, weil ich mal wieder reif war für die Waagerechte. Die Chor-Probe am Sonntagnachmittag fiel ins Wasser und ich sitze bis jetzt hier im Studio in einer himmlischen Ruhe....Mein Ticket am Donnerstag, den 17. Mai habe ich gratis bekommen - von Raptim (Anm.: Reisebüro für Reisende von Hilfsorganisationen u.ä.) . Ob die das aber selber bezahlen oder ob das irgendwie gesponsert wird - wahrscheinlich, weil ich in Frankfurt, also in Deutschland landen muss. Von Brüssel geht es dann nach drei Stunden über Frankfurt nach Saarbrücken. Da wird wohl der Koffer mit dabei sein. Beim Rückflug am 18. August habe ich allerdings in Brüssel nur eine Stunde zum Umsteigen - das ist etwas knapp und auch komplizierter mit dem Nachschicken des vermutlich gestrandeten Koffers. Mal sehen, wie ich das dann hinbekomme.

Heute soll Besuch aus Belgien kommen - zwei Frauen, die sich in Belgien und Italien für die Straßenkinder hier in Kinshasa einsetzen und Beiträge und Unterstützer suchen. Mal hören, was die zu erzählen haben. Perceval, der Basson-Spieler, der schon mehrmals in Großrosseln mit von der Partie war hat sich für Anfang Oktober mit seiner Schwester Morgane bei mir angemeldet. Perceval hat zwei Jahre mit den Jesuiten in Indien gearbeitet und hat sich dort mit seinem Basson und seinen Musik-Kenntnissen zwei Jahre lang in die indische Kultur integrieren lassen. Er hat aktiv mitgespielt und mitgetanzt. Jetzt Ende Oktober wird er in Darmstadt seine Doktorarbeit verteidigen - will aber vorher noch zu mir kommen - wahrscheinlich wegen der Termin-Knappheit seiner Schwester, die Ärztin ist. Ich freue mich auf die Beiden, die auch richtige Fans von den Bana Ngayime sind.

So - jetzt aber Schluss...Grüße und Wünsche an Euch, Eure Familie und die Freunde der Mission - Alfons"