Requiem - Kirchenkonzert zu Tod und Ewigkeit

Nach der Begrüßung durch die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Cornelia Wernet  begann das Konzert am Sonntag (25.10.2015) vor gut besetzter Pfarrkirche mit 6 Chorälen von Johann Sebastian Bach: Komm o Tod du schlafes Bruder, Komm süßer Tod, Nicht so traurig nicht so sehr, Wer nur den lieben Gott lässt walten, Mit Fried und Freud ich fahr dahin und Alle Menschen müssen sterben.

Die für Chorgesang vertonten Werke wurden von Simon Graeber für 4 Posaunen arrangiert. Das mit jungen Nachwuchskünstlern besetzte Posaunenquartett spielte sehr einfühlsam in der Besetzung Max Sokoli, Jonas Jung, Liam O`Mahony und David van der Auwera. Die Texte hierzu wurden gelesen. Es entstand hierdurch eine andächtige und feierliche Stimmung.

Das Requiem erklang mit dem im zurückhaltenden Pianissimo gesungenen Introitus ‚Requiem aeternam dona eis Domine‘. Es folgte das Offertorium: Domine Jesu Christe mit Solo-Bariton und kleinem Chor. Wunderbar gefühlvoll bis kraftvoll erklang der runde Bariton des jungen Musikstudenten Elia Merguet, umrahmt von fast zärtlich vorgetragenen Chorpassagen. Nach dem Sanctus trug die junge Sopranistin Karline Cirule, Master-Studentin an der Musikhochschule des Saarlandes, wundervoll mit ihrer klaren und weichen Sopranstimme im Pie Jesu die Bitte an den milden Herrn Jesus ‚gib ihnen ewige Ruhe‘ vor. Es folgten mit dem Agnus Dei und dem Libera Me mit einem erneuten Bariton-Solo stimmgewaltige Höhepunkte des Requiems. Man konnte die Tage des Zorns, des Unheils und des Elends im Libera Me nahezu fühlen. Das Requiem endet mit seinem In Paradisum ‚Zum Paradiese mögen Engel dich geleiten‘ einem von den Sopran-Stimmen den Chores wunderbar gezeichneten Bild  des Paradieses und endete im ppp mit einem Hauch von Stimmen. Der Organist Jonas Abel begleitete den Chor perfekt durch das ca. 35-minütige Werk. Für die Rossler Kirche neu war die Videoinstallation, mit der das Dirigat von Simon Graeber auf einen Bildschirm an der Orgel übertragen wurde. Das Konzert wurde aufgenommen. Die jungen Künstler haben hier großen Aufwand betrieben. Präses Pfarrer Kraus und Simon Graeber dankten abschließend den Akteuren für das schöne Konzert.

Die anwesenden Zuhörer und Zuhörerinnen waren begeistert. Das Requiem mag beim ersten Hören einfach anmuten, beim Proben zeigten sich uns aber bald die Schwierigkeiten des Werkes. Für uns Sängerinnen und Sänger hat sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt. Das Konzert wird am 15.11. in Fremersdorf wiederholt.

Nach dem Konzert fanden sich die Akteure im herbstlich geschmückten Pfarrheim zu einem Empfang ein. Dank an die vielen Spender, die ein beachtliches Buffet zustande brachten, Dank an die zahlreichen Mitglieder des Pfarrgemeinderates, die uns im Pfarrheim bei der Bewirtung der Gäste unterstützt haben, getreu dem Motto ‚Nur gemeinsam sind wir stark‘, Dank an alle Helferinnen und Helfer, auch Danke an die Zivilgemeinde für die große Unterstützung.